Wem oder was fühlen wir uns verbunden? Welche Arten von Beziehungen führen wir und sind wir bereit einzugehen? In einer Zeit, in der ein Wort wie der Begriff „Mingle“ entstehen kann, muss man doch davon ausgehen, dass der Wunsch nach Verbindlichkeit immer stärker nachlässt. Es wird behauptet, dass wir uns immer weiter von einander entfernen. Soziale Medien wie facebook, twitter, tinder etc. sind Schuld an der unbewussten sozialen Isolierung. Doch sind es nicht gerade diese Phänomene, die deutlich machen, wie sehr wir uns danach sehnen, miteinader verbunden zu sein?
Verbindlichkeit und Verbundenheit. Das eine schließt das andere ein. Ohne eine gewisse Verbindlichkeit können wir keine Verbindung eingehen. Das sagt ja schon das Wort selbst. Und wie soll man einem Menschen oder einer Sache gegenüber verbindlich sein, wenn kein Gefühl der Verbundenheit vorhanden ist? Grundsätzlich ist alles auf eins zurückzuführen: es geht darum, Entscheidungen zu treffen. Ob man sie später bereut oder dauerhaft dahinter steht, spielt keine Rolle.

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